Texte von der Schreib-Werkstatt im Museum für Geschichte, Graz (14.01.2026)
Hier kann man Texte aus unserer Schreib-Werkstatt im Museum für Geschichte in Graz sehen.
Bei dieser Schreib-Werkstatt besuchten wir die Aus-Stellung „Warum? Der Nationalsozialismus in der Steiermark“.
Mehr Infos dazu gibt es HIER.
Die Aus-Stellung fragt: Was machte den National-Sozialismus stark?
Warum fanden manche Menschen Gefallen daran, mitzumachen?
Und warum hatten die Nazis in der Steiermark Macht?
Der Fokus liegt auf der Geschichte des National-Sozialismus in der Steiermark.
Ein paar Sachen
Traurigkeit,
Ich bin sauer.
Die Leute arm.
Juden und Jüdinnen.
Andere waren auch arm.
Weiße Rose war da.
Sie haben aufgeschrieben:
Wehrt euch!
Ich weiß das ein bisschen,
ein paar Sachen.
Kinder
Schulkinder
Zugesperrte Schulen
Verbrannte Bücher
Die Schule
Die Kinder kochen
Er wollte Künstler werden
Was ich weiß
Er hat es nicht geschafft
Was ich weiß
Was machen die Juden?
Die Anne Frank hat das auch erlebt.
Die ist geflüchtet und hat sich versteckt
Im Keller?
Im Dachboden!
Zugesperrt
Aufgesperrt
In der Nacht
Sie hat ein Tagebuch geschrieben
Aber auch geschrieben
Sie war Schreiberin
Die Anne
Traurigkeit
Ich weiß viel mehr
Ein paar Sachen
Weiße Rose
Wie ich mich fühle?
Das ist schwer
Wie soll ich denn fühlen?
Weiße Rose?
Hab ich zum ersten Mal gehört
Da war ich taff
Warum ist das so geworden?
Glücklich war ich nicht damit
Ich war sauer
Was noch?
Wehrt euch: Schreiben sie auf
Auf Flugzettel
Die Zettel können fliegen aus dem Haus.
Vorher?
Haben sie mitgemacht
Beim Bund Deutscher Mädchen
Dann?
Haben sie erfahren was der Sinn ist.
Dann?
Haben sie gekämpft.
Im Kämpfen sind sie gefunden worden.
Tot?
Der Vater: verteidigt
Sie waren das nicht.
Tot?
Der Vater: wollte schützen
Der Vater: wollte sich opfern
Eigentlich: Lasst meine Kinder
Trotzdem tot.
So habe ich es verstanden.
So bin ich sehr traurig geworden,
wie es passiert ist.
Erinnerung
Erinnerung heißt für mich – Ich weiß es noch nicht. Heute in der Früh, als ich mich fertig gemacht hab, ist mir die Geschichte von der Anne Frank enigefallen und ich war sehr aufgeregt. Ich kenn das auch, weiß ich, die Stolpersteine. Die kennt doch jeder. Graz, Wien, Tirol? Wien war auch von Deutschland damals… Was damals war. Das haben sie aufgeschrieben dort. Ich geh auch oft daran vorbei, wenn ich in der Stadt bin. Das fällt mir ein. Die Stolpersteine sind von heute – nicht von damals. Wer damals getötet wurde, steht heute drauf. Auf ihnen steht ein Datum von Menschen die verfolgt worden sind und getötet worden sind. Das weiß ich. Ein Pfarrer hat gesagt, das weiß ich, dass sie die Stolpersteine hergerichtet haben. Ich schau sie an, wenn ich sie sehe.
Was will ich verändern?
Was will ich verändern?
Nie wäre ein 2. Weltkrieg ausgebrochen.
Anne Frank wäre nie gefunden worden.
Die Weiße Rose ist nicht tot.
Wenn ich Macht hätte:
Die Armut die im Leben ist, gäbe es nicht. Niemand wäre eingesperrt. Tiere auch nicht. Den Krieg in der Ukraine würde ich ganz schnell ändern. Er wäre nie ausgebrochen. Ich würde verändern, was in Indien ist. Dort sind die Frauen in Gefahr. Dass sie nicht verheiratet werden. In anderen Ländern auch. Du bist 14 und dann musst du heiraten. Hier ist das verboten. Was ich wirklich verändern will? Wir hätten oft Frieden. Es gäbe keinen Streit. Und keinen Krieg. Kinderarbeit soll es nicht geben. Gibt’s leider. Die machen die Hosen. Ganz schnell würde ich verändern, dass wir den ersten Weltkrieg erlebt hätten. Keine Menschen würden verfolgt werden. Sonst würde ich verändern, dass die Anastasia als Prinzessin nicht getötet worden wäre. Und ihre Familie auch nicht.
Die Welt, die wäre so schön.
Die Menschen auch.
Nazis
Der Begriff kriecht wie eine giftige Schlange durch unsere Geschichte.
So manchem Menschen wird bei dem Wort bange. Sie redeten von Arbeit, Geld und Urlaub, sie sagten, sie wollten den Menschen helfen, aber jedes Wort von ihnen war gelogen.
Ihre wahre Absicht war alles andere, als gut. Was sie wollten, wissen wir heute ganz genau. Nationalsozialismus steht für das Böse – die Nazis wollten Deutschland nur wieder stark für ihren Krieg. Und jeder, der ihnen nicht passt, der wird von allen lauthals, stark gehasst.
Die Nazis morden Roma, Sinti, Homosexuelle, behinderte Menschen und vor allem Juden.
Man hat die wehrfähigen Männer eingezogen als Soldaten für Hitlers 1000-jähriges Reich. Jungs und Mädchen wurden die Gehirne komplett verdreht.
Die Nazis plünderten Land um Land und mordeten auch zu Haus. Im KZ werden Tag für Tag Menschen umgebracht. Es gab auch jene, die sich wehren, z. B. Anne Frank und Sophie Scholl, aber leider hatten solche selten auch Erfolg.
Von 1938 bis 1945 dauerte der Terror. Auf dass er sich nie mehr wiederhole!
Adele
Ich erinnere mich an ein Kissen und eine Kellertür mit Hakenkreuz und an eine Familie, die in Auschwitz ermordet wurde.
Gisela und Bruno Kurzweil, sie hatten eine Tochter: Adele Kurzweil wollte Modedesignerin werden. Sind jüdisch gewesen, haben Graz verlassen müssen. Sind nach Frankreich geflohen […]. Blöde Idee, weil die Deutschen haben Frankreich erobert und die Kurzweils haben es nicht geschafft, aus dem Land zu fliehen. 1942 wurde die Tochter Adele aus KZ Drancy, nahe der Hauptstadt Paris, nach Auschwitz deportiert. In Auschwitz wurde die ganze Familie ermordet.
Eine traurige Geschichte, wie die meisten aus dieser Zeit der Finsternis, der Zeit des Nationalsozialismus. Meine Meinung – sehr, sehr traurig. Die Kleine hätte mit ihrem Traum Erfolg gehabt, aber wir werden es leider nie erfahren. Scheiß Nazis, hoffentlich passiert sowas nie wieder.
Wie schön wäre diese Welt
Kein Erster oder Zweiter Weltkrieg. Der Holocaust wäre nie passiert, wenn es nach mir ginge. Ich würde dafür sorgen, dass die napoleonischen Kriege nie passiert wären, wenn es möglich wäre […]. Die Hinrichtung von Spartakus‘ Rebellen verhindern. Wenn es möglich ist, die Nazis und Hitler hätte es nie gegeben. Was ich ändern würde, wäre, der Ukraine-Krieg wäre nie passiert. Anne Frank, Sophie Scholl, und alle anderen Opfer der Nazis wären noch am Leben. Ich würde versuchen, den Klimawandel zu lösen.
Aber die Vergangenheit, die Geschichte, eine Liste von Fehlern – nicht mehr zu ändern. Wir können nur alles mögliche tun, um zu versuchen, Dinge, wie den Nationalsozialismus zu vermeiden, oder zu verhindern.
T4
Das war nur für die Soldaten das schöne Wort für Massenmord. Viele Menschen sind dann gestorben. Weil sie nicht ins Weltbild passten und Juden waren. Viele Menschen mussten sterben. Auch wenn sie anders ausgeschaut haben, mussten sie umgebracht werden.
Macht
Wenn der erste Weltkrieg nicht gewesen wäre, wäre Hitler nicht an die Macht gekommen. Ich will keinen Krieg. Dann wäre auch kein 2. Weltkrieg. Tiere nicht in Käfige und Menschen nicht ins Gefängnis.
Widerstand
Für mich ist dieses Wort hängen geblieben, weil es den Widerstand nicht nur damals gegeben hat. Sondern es kommt heute mehr und mehr wieder vor. Zum Beispiel Russland-Ukraine, Iran, USA.
Erinnerungen
Flucht – Trauer, Freude
Erzählungen von meinen Großeltern, Neuaufbau
Reden
Arbeit macht frei: Absolut scheinheilig
Denn Juden wollten durch Arbeit vermittelt werden, wo sie nicht ermordet wuren.
1938 wurden viele jüdische Geschäfte zerstört.
Es gab auch Jugendlager, in denen man “hitlergerecht” erzogen wurde.
Todesmärsche für Juden: Vom KZ geholt, sie mussten gehen. Waren unterernährt.
Erinnerung
Gaskammern – Juden wurden verfolgt. Bäuerin versteckte Juden, die bei Todesmärschen mitmachen mussten.
Sie wurde nie erwischt.
Die Juden waren gerettet.
Wertlos: Juden, […], […], Ältere.
Nationalsozialismus:
Man musste stark sein,
gesund,
Mütter sollten so viel,
wie möglich,
Kinder kriegen.
Macht
Was mache ich mit einem Zauberstab. Ja neue Treibstoffe für Autos, Busse und Flugzeuge erzeugen, mit denen sie umweltfreundlich fahren können.
[…] Kriegslust bei mächtigen Staaten auslöschen.
Autos sollen fliegen können, damit sie nicht im Stau stehen müssen.
Schiffe sollen auch mit umweltfreundlichen Treibstoffen gehen.
Nationalsozialismus in der Steiermark
Im Jahre 1938 hat der Nationalsozialismus in der Steiermark begonnen. Die Juden, Romas und die anderen Menschen wurden von der Gestapo geholt und nach Mauthausen ins Konzentrationslager gebracht. Manche Leute konnten fliehen und versteckten sich in einem Haus, wo sie nicht von der Polizei geholt worden sind. Die Anne Frank hatte ein Tagebuch geschrieben. Die Sophie und der Hans Scholl haben in der Universität München in Deutschland ihre Flugblätter gegen den Nationalismus verteilt. Sie wurden leider [erwischt]. Die Anne Frank hat ein Tagebuch geschrieben.
Texte von der Schreib-Werkstatt zur Gedenk-Stätte Steinhof (11.12.2025)
Hier kann man Texte aus unserer Schreib-Werkstatt zur Gedenk-Stätte Steinhof sehen.
Ein Gedenk-Ort ist ein Ort, an den Menschen kommen, um sich an etwas zu erinnern.
Dort erfahren wir mehr zum National-Sozialismus.
Wir hören von der Verfolgung von Menschen mit Behinderungen.
Und wir beschäftigen uns mit Lebens-Geschichten von ermordeten Menschen.
Am Steinhof ehemaliges Krankenhaus
Am Steinhof herrschten unmenschliche Bedingungen, wie beispielsweise dass man, sobald man ins Bett gemacht hatte, so lange nur ins versaute Bettlaken gewickelt, draußen stehen musste, bis das Laken wieder trocken war.
Das allein ist schon unmenschlich.
Doch es kommt noch schlimmer, denn diese “Behandlung” mussten die Kinder auch im Winter aushalten, wobei einige erfroren sind.
Erinnerung
Mir fehlt meine Erinnerung.
Leider.
Ich kann mich kaum erinnern, weder an das Gute noch an das Schlechte.
Meine Vergangenheit ist wie ausradiert,
wie weggedrängt
wie verworfen,
wie weggeworfen.
Mir fehlt meine Erinnerung.
Sich erinnern ist wichtig
sich erinnern ist wichtig
meine Erinnerungen verdeckt ein Schleier, er ist milchig
meine Erinnerung – nicht sichtig
meine Erinnerung ist wichtig und auch nichtig
Mächtig dagegen schreiben
Wenn ich in der Welt etwas bewegen könnte, dann würde ich alle Menschen, die nazistisches Gedankengut benutzen, wegsperren und sie Schwerstarbeit tätigen lassen.
Ich würde den Krankenhäusern und dem medizinischen Personal mehr freie Wochen plus mehr finanzielle Mittel geben.
Ich würde gegen den Dressursport vorgehen und mich für Menschenrechte und Tierwohl einsetzen.
Texte und Gedanken Steinhof
Das Wort: Steinhof kenne ich seit dem Jahr 1988, und ich habe dieses Wort in der Schule gehört, und auch gehört, dass Steinhof das sogenannte „Irrenhaus!“ ist, was ein derart diskriminierender Name ist.
Ich habe als Schüler berichtet bekommen, dass in Steinhof die Menschen zuhause sind, die, so wie man es zu meiner Schulzeit genannt hat, „Nicht dicht da oben!“ sind, und auch das ist eine diskriminierende Berichterstattung bezüglich Steinhof.
Zu Menschen, die das Down-Syndrom haben, sagte man dazumals, dass dies Mongoliden sind, oder dass jene Menschen, die eine Gaumenspalte haben, den so genannten „Wolfsrachen“ haben.
Menschen, die in dieser Art auffallen möchten und diskriminierend sind, denen gehört eine Geldstrafe verhängt, die man mit Zahlen nicht mehr wiedergeben kann.
Zum Schluss dieses Berichts:
Das Downsyndrom hat meine aktuelle Flamme, die Besa.
Das war mein Bericht, sprich meine Gedanken zur Führung durch die Gedenkstätte.
Angeborener Schwachsinn
Eine Bezeichnung die gar nicht!!!!!!!!!!!! Geht.
Gedanken zum Gedenkort Steinhof
Keine Selbstständigkeit
keine Selbstbestimmtheit
entscheiden über Leben und Tod
verletzte und getötete Leute
veräppelt werden angelogen auf einer Kinderstation
Transporte nach Hartheim
unnütze Personen, psychisch Kranke, Alkoholiker brauchen wir nicht
Keine Selbstbestimmtheit
Kinder beim Betten machen zum Aufstehen gezwungen (Fremdbestimmtheit).
Dies hat damit zu tun, dass die Menschen in nütz und unnütz eingeteilt werden.
Betten machen ganz schnell beim Frühstück als Strafe.
Strafe bei Bettnässen mit Lebensgefahr verbunden.
Erinnerung
Was ist das?
Schöpferische Rückreise in die Vergangenheit.
Intensives Eintauchen in die Vergangenheit.
Erinnerung: Wichtig weil beschäftigen mit der Vergangenheit die Zukunft verbessern könnte.
Viel Macht (Nazi)
Politiker mit Nazi-Einstellung absetzen – Existenzminimum.
Kriegsbefürwortende Personen absetzen – Existenzminimum.
Kriegswaffen ins Museum.
Schienenstraßenbusse in Zug-losen Ortschaften.
Altspeiseölflugzeuge, Altspeiseölschiffe und Altspeiseölautos.
Erinnerung
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Nein, dieses Sprichwort hilft mir nicht. Was ich nicht weiß, das macht mich heiß. Opa war ein Nazi, hat nie, hat er was erzählt. Oma war eine Jüdin, nie hat sie was erzählt. Viele Schweigen, viele leugnen, aber ich spüre es. Irgendwas war da los, was, sagt wer, sagt mir, was passiert ist?
Denkmal für alle!
Wir sind gerade am Steinhof in Wien.
Wir haben den Ort des Verbrechens gesehen.
Wir haben das Denkmal gesehen.
Der Weg hierher war weit.
Es gibt in Wien kein zentrales Denkmal für die ermordeten Menschen mit Behinderungen.
Wir wollen nicht nur mitgemeint sein.
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
Mitglieder des Bundes der Bundesregierung,nichts über uns, ohne uns!
Denkmal für alle!
Wir wollen nicht nur mitgemeint sein.
Kein Erinnerungs-Neid, nicht um Konkurrenz.
Österreich hat lange gebraucht.
Wir sind hier am Steinhof.
Wir sind am Ort des Verbrechens.
Gedanken zum Gedenkort Steinhof
Bestürzend, wie konnte es möglich sein?
Was veranlasst Menschen zu so unmenschlichen Taten?
Wie steht es um die Empathie, Mitgefühl und Empfindsamkeit? Bestürzend: Verlust der Empathie.
Wodurch verlieren Menschen ihr Mitgefühl und ihre Empathie? Diese Frage interessiert mich, sind es Umstände im Inneren oder Äußeren?
Alles zugleich vermutlich eine Mischung aus beiden Dimensionen, woher und wie kommt es zur Empathie?
Erinnerung/Gedenkstätte
Erinnerung ist wichtig.
Erinnerung ist schwer.
Erinnerung ist traurig.
Erinnerung ist schwierig.
Erinnerung ist beruhigend.
Erinnerung ist heilsam.
Erinnerung ist wichtig.
Gedanken zum Gedenkort Steinhof
überwältigt
viel Information
grausam
unmenschlich
große Klinik
Architekt: Otto Wagner
Schachboden
außerhalb der Stadt
1907 vor dem Ersten Weltkrieg
Schachbrettboden
Schachspiel
Spielfiguren
spielen Spaß haben
kein Spaß haben
gezwungen werden
gefoltert werden
verstoßen werden
getötet werden
Schachbrettboden
Erinnerung
Die Vergangenheit von jedem Menschen, was uns prägt.
Unsere Einstellungen prägen.
Wie wir uns unterscheiden wegen unserer Erinnerungen, ob gut oder schlecht, sie verhindern unser Denken, sie verändern unser Denken.
Manche Erinnerungen tragen wir alle, manchmal mehr, manchmal weniger.
Denken vor handeln
Denkt!
Denkt, bevor ihr handelt, denkt, wie ihr behandelt werden wollt und behandelt so die anderen.
Es wäre so einfach.
Helft einander.
Miteinander statt gegeneinander.
Probleme beheben statt Angstmache.
Texte von der Schreib-Werkstatt zur Gedenk-Stätte Melk (25.11.2025)
Hier kann man Texte aus unserer Schreib-Werkstatt zur Gedenk-Stätte Melk sehen.
Ein Gedenk-Ort ist ein Ort, an den Menschen kommen, um sich an etwas zu erinnern.
Dort erfahren wir mehr zum National-Sozialismus.
Wir hören von der Verfolgung von Menschen mit Behinderungen.
Und wir beschäftigen uns mit Lebens-Geschichten von ermordeten Menschen.
1. Text
Folterkammer
Hinrichtung
Zum Hingehen
Bist hingerichtet worden
O‘gricht worden
Ausgebildet wie ich den Nächsten tot mache
Keine Selbstüberlebung
Sondern wie mach ich den Nächsten tot
Sonst bin ich übers übel Leben
Und nicht wie ich den nächsten tot mach
Du hast dort nicht gelernt zu leben
Wenn ich die Menschen umbringe
Bring ich das Land um
Es gibt kein Land ohne Menschen
Wenn ich die Menschen nicht rette
Dann rette ich das Land auch nicht
2. Text: Ausbildung zum Töten
Wo bleibt denn das Menschenleben?
Nur die Höheren werden getötet
Damit die Kleinen weiterleben.
Wer sind die Kleinen?
Die die nach den Hohen oben sind?
General hin oder her.
Möder bist du so oder so.
Und dann der erste der stirbt.
Wo bleibt das Menschenleben.
Beim Leben.
3. Text „Viel Vergessen“
Schlechte Vergangenheit hob i g’hobt
Da wü i ned mehr z‘ruck
Da schau I ned z’ruck
I schau nach vuarn.
Die Gedenkstätte? Des war ok.
Des is ned mei Erinnerung.
Des is eine andere.
4. Text: Was tun?
Die Macht tötet alles.
Alle Kleinen.
Auf die Kleinen?
Kommt nichts an.
Und die Macht
kommt nicht zu ihnen.
Gedanken zum Gedenkort Melk
berührend
wissensfördernd
beeindruckende Bilder
viele Bilder mit arbeitenden Menschen
arbeit macht frei: zynisch
fremdbestimmt
Konzentrationslager Häftlinge haben keine Rechte
Gedenkstätte mit Militärlastkraftwagen
nasskalter Tag
Krematorium
Raum wirkt sehr verlassen und kalt
auf schießstattweg 2
Arbeit macht frei: zynisch
Der Satz „Arbeit macht frei“ war im Grunde genommen eine Verarschung, denn die Leute, die in den Konzentrationslagern arbeiteten, wurden durch die Arbeit kaputt gemacht.
Sollten durch die Arbeit kaputt gemacht werden.
Deshalb haben viele das Konzentrationslager nicht überlebt.
Man könnte auch sagen, dass die Menschen im Konzentrationslager keine Rechte gehabt haben.
Es war Glück, wenn Sie das KZ überlebt haben.
Medizinische Versorgung gab es bestimmt keine, wurde wahrscheinlich als unnotwendig erachtet.
Nazi sein = unmenschlich
Verbreitungsverbot!
Erinnerung
Erinnerung ist wichtig, weil sie uns hilft, in der Zukunft alles besser zu machen.
Zumindest gibt sie uns die Möglichkeit, alles besser zu machen.
Die Umsetzung kann schnell und langsam gehen und dies ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Kriege wird es noch lange Zeit geben, weil es diese Unmenschen gegeben hat.
Nicht jedes Land glaubt an die Fähigkeit des ewigen Friedens.
Gedanken zum Gedenkort Melk
Es ist ein düsterer Tag in Melk.
Bei der Gedenkstätte war es nass und kalt, passend zu der düsteren Geschichte dieses Ortes in der NS-Zeit.
Es war eine interessante Führung, vor allem das Krematorium und die traurigen Geschichten, die da passiert sind.
Es liegt Schwermut über allem da.
Es liegt Schwermut über Melk
Durch das Grauen, das hier regierte.
Vor langer Zeit, als tausende Menschen hier zur Arbeit gezwungen wurden.
Ob alt und jung, mussten sie sich zu Tode schuften, um ein grausames Regime im Krieg zu unterstützen, das gegen alle Menschlichkeit stand.
Erinnerung
es ist wichtig, sich zu erinnern, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und das Andenken zu bewahren und für die Zukunft zu lernen und sich weiterzuentwickeln und zu wachsen, zu sein, zu einem besseren Leben hin.
1. Schöner leben ohne Gewalt
2. Die Gier ist das größte Übel der Menschheit
3. Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin
Gedanken zum Gedenkort Melk
Melk war sicher eine Nazihochburg und war so eine Stadt, wo Hitler ein Ehrenbürger war.
Dies ist so schlimm, dass Melk ein Nebenlager war, davon war ich sehr geschockt.
Die Befreiung war sehr schlimm und schockierend, da die Russen ein so ein Chaos vorfanden bei der Befreiung des Lagers.
Die Russen wollten das Nebenlager so gut wie möglich erhalten.
Das war so
Ich war sehr erschrocken über die Taten.
Was der Mensch für eine Bestie sein kann.
Der Mensch ist das größte und gefährlichste Wesen auf Erden.
Ich hoffe, dass sowas nicht wiederkommt.
Leider lernt der Mensch aus seinen Fehlern nicht.
Wir sind das höchste der Natur, aber wir wissen es nicht zu schätzen.
Darum werden wir die Natur vernichten, auch ohne Krieg.
Seit es Menschen gibt, hat es schon immer Krieg gegeben.
Es war mal
Ich bin froh, im Jetzt zu leben, weil in der Zeit der NS-Diktatur wäre ich sonst ins KZ gekommen.
Ich hatte keine leichte Kindheit.
Ich war in zwei Sonderschulen mit geistlichen Schwestern.
Wo ich als Kind gequält wurde und diese mich an den Zweiten Weltkrieg erinnerten.
So war ich schon früh an das Schreckliche erinnert worden.
Nein danke, es reicht!
Gedanken zum Gedenkort Melk
Die Gedenkstätte war ein trauriger Ort.
Man hat dort einen Leichenraum gesehen mit einem Abflussrohr.
Im nächsten Raum war ein Raum mit einem Ofen, wo die Leichen verbrannt wurden.
Dort war eine Wand mit Namen, die auch eine Familie hatten.
Das macht mich sauer, denn diese Leute hatten auch Familie.
Ich war auch im Schlafraum, es war grausam.
Dieser Ort ist sehr gruselig.
Meine Gefühle
Wut
Trauer
Angst
Grusel
Am schlimmsten war der Gedanke, dass dort Menschen gestorben sind.
Es war ein kalter Winter Nachmittag.
Erinnerung
Erinnerung – für mich bedeutet es, an die Leute zu denken, die ihr Leben verloren haben.
Sie immer am Grab zu besuchen!
Erinnerung KZ
Es ist so wichtig, dass das niemals in Vergessenheit gerät!
Warum?
Weil es traurig und fürchterlich ist und sowas nie wieder passieren soll!
Positiv
Es soll nie wieder passieren!
Die Menschen, die überlebt haben.
Gedanken zum Gedenkort Melk
Schnee
Gefühlskalt im Winter
tiefgefroren im Schnee
nichts ist mehr da
was einst mal war
Nummern, keine Namen
Arbeit ohne Lohn
Kalt wie im Winter
meine Füße tun weh
von dem Schnee
Die Namen der Toten werden nie vergessen
Manchmal sind nur Nummern übrig
wie kann man so grausam sein
Schmerz und Leid
und keiner konnte was dagegen tun
gegen diese Hallen des Todes
Kalt
Kaltes Herz
tiefgefrorene Füße
zitternder Leib
Kleid aus Schnee
Flocke im Fell
eiskaltes Innenleben
Grau in Grau
begraben im Schnee
Himmelgrau
Unruhe an einem Ort der Stille
zitternd, fröstelnd, schaudernd,
Schauplatz des Grauens
Verlust, Schmerz, Empörung
kalt, dunkel, vergangen
Asche, grau, Staub
Vergessen, Gedenken, Verewigen
einfrieren, auftauen, verdauen
nicht vergessen, Gedenken, daraus lernen
Erinnerung
Erinnern, um es besser zu machen.
Daran zu denken, was mich stark gemacht hat. Nicht den Schmerz vergessen, den ich überwunden habe, um tapferer zu werden. Erinnern, dass es immer jemanden gibt, der mehr leidet. Erinnern, um nicht zu vergessen, was wichtig ist. Nicht zu vergessen, dass wir alle Menschen sind. Egal, welche Herkunft, Geschlecht und Religion. Erinnern, dass der Planet unser Zuhause ist, das wir langsam kaputt machen. Erinnern an bessere Zeiten und an schlechtere Zeiten, aus denen man meist lernen kann.
Miteinander den Planeten schützen.
Zusammen sind wir stark.
Die Gier ist das größte Übel der Welt.
Gedanken zum Gedenkort Melk
Viele Hindernisse, nicht für alle Menschen zugänglich, ein Stück Geschichte, Respekt, Tod, Ausgrenzung, Blumen, vergessen wollen, berührt sein, froh – im hier und jetzt zu leben, Hochachtung vor den damals Gefangenen, Bewusstsein für das – was passiert ist, Schneeflocken, Militär-Kaserne, Soldaten, Trauernde, Unterstützung, Wertschätzung, Augenhöhe, Wärme
Froh, im Hier und Jetzt zu leben
Menschen aus anderen Ländern, mit ihrer Kultur, Religion, ihrer eigenen Moral
Sie kommen in „unser“ Land. Sie sind nicht immer gewollt – nein, sie werden oft ausgegrenzt und als Ausländer bezeichnet, die sich nicht integrieren wollen.
Vor allem die mit den Kopftüchern!
Da frage ich mich, was haben wir aus der Geschichte gelernt?
Sind das Leid der Gefangenen in den KZs und die Grausamkeit vergessen worden?
Weil wir ja froh sind, im Hier und Jetzt zu leben?
Warum ist es wichtig, dass wir uns erinnern?
Gerüche, Farben, Worte, Erlebnisse mit Menschen, Musik, und vieles andere ist irgendwo in meinem Kopf, in meinem Bauch, in meinem Herzen, in meiner Seele gespeichert – manchmal kann ich es ganz bewusst hervorholen wie zum Beispiel ein schönes Lied, das mich an feine Konzerte erinnert und gute Gefühle macht. Manchmal aber kommt tief Vergrabenes von selbst aus dem Inneren hoch, ohne dass ich das möchte und die Gefühle und Gedanken sind dann nicht mehr bunt, sondern grau und traurig, wie die Erinnerung an Zeiten, die meine Vorfahren oder Menschen vor mir erlebt haben – aber trotzdem zu meiner – zu unserer Geschichte gehören.
In Ketten tanzen
Meine innere Freiheit
Kann mir keiner nehmen
Gedanken zum Gedenkort Melk
Emotional
nicht Barrierefrei, viele Hürden
Es wird einem Bewusst, wie froh wir sein können im HIER und JETZT zu leben
Geschichte ist wichtig für jeden
Regenbogenflagge im KZ
Plakat „Scheena lebn ohne Nazis“
„Scheena lebn ohne Nazis“
Vernichtung der Menschenrechte
Unmenschlich und Unvorstellbar
Kein Verständnis für solche Taten
Mir stellt sich die Frage: Waren die Nazis wirklich Menschen?
Denn wie können Menschen derartiges tun?
Geschockt über das, was war und umso glücklicher über das, was wir haben
„Schena leben ohne Nazis“ – ein Satz, der verbreitet werden soll, bis es auch wirklich jeder checkt
Erinnerung
Erinnerung an das, was früher war
Doch haben wir Menschen daraus gelernt?
Viele schauen weg, sind einfach froh, nicht betroffen zu sein
„Is eh oag wos domois passiert is“ – aber an ihrer Einstellung ändert sich nichts
Deshalb ist es wichtig, Menschen an die Botschaft des Plakates zu erinnern und dies in die Welt zu schreien, um zu verhindern, was damals war:
„Scheena lebn ohne Nazis“
„Respektiert die Fucking Menschenrechte“
Texte von der Schreib-Werkstatt am Gedenk-Ort Hall in Tirol (11.11.2025)
Hier kann man Texte aus unserer Schreib-Werkstatt zum Gedenk-Ort Hall in Tirol sehen.
Den Opfern Namen geben.
Bezirke aus der Heimat. “Bekannte” Namen (die ich kenne oder mir Nahe sind), “bekannte” Orte (vielleicht kenne ich jemand?)
Die Geschichten machen die Personen lebendig und sie erzählen auch von ihren Eltern und Geschwistern und Eheleuten.
Rücksichtslosigkeit / Kaltblütigkeit des Vorgehens der NS.
(Täter) Dr. Czermak – Dr.?
Der NS Beauftragte – Retter und Täter
367 getötete Patienten.
Nur die Akten wurden gesichtet und entschieden, wer getötet werden sollte.
Verrohung – Geschichte der Psychiatrie.
Fünf Jahre in der Anstalt heißt nicht arbeitsfähig.
„Rassenhygiene“, unwertes Leben, nutzloses Leben.
Vielfalt steht im Gegensatz zur Einfalt.
Gefühle der Trauer des Leids kommen hoch.
Falsche Diagnose Brief an die Angehörigen, “Spinnen”.
Trauer – Leid
Trauer
Ich denke da an meine Tochter Lilly mit Down-Syndrom, da sie eventuell auch getötet worden wäre.
Dadurch fühle ich mich mit den Opfern stark verbunden.
Leid
Wenn ich mir vorstelle, wie diese eh schon „Schutzlosen” behandelt, gefoltert und schließlich ermordet wurden.
Wie es ihnen dort ergangen ist, ohne Nähe zu ihrer Familie etc.
Gedanken zur Gedenkstätte Hall
viele Opfer
schrecklich
Nazis
Nationalsozialismus
Steine
Menschen
Nationalsozialismus
Der Nationalsozialismus war schrecklich.
Leider gibt es immer noch Neonazis und extrem rechte Personen. Nazis morden, ihnen ist egal, ob Kind, Frau, Mann oder Senior. Nazis sind Bestien ohne Sinn für andere Nicht-Nazis.
Sie sind Monster.
Extremismus auf beiden Seiten links oder rechts führt zu nichts.
Erinnerung
An jemanden Gedenken.
An die vielen unschuldigen Opfer.
An etwas denken.
Wenn ich viel Macht hätte
Wär ich für mehr Sozialleistung, Erbschaftssteuer, für hohe Beträge, manche Strafen erweitern.
Entnazifizierung vornehmen.
Mehr Gehalt.
Mobbing und Gewaltprävention in Schulen und Extremismus-Aufklärung in Schulen.
Freie Gesundheitsvorsorge und so weiter.
Bleierne Müdigkeit und Kälte
Die Erinnerung ist wichtig.
Die Menschen sollen nicht vergessen, was passiert ist.
Es begann nicht mit dem Mord.
Es begann viel früher.
Menschen wurden eingeteilt in wertvoll und nicht wertvoll. Kein Mensch darf solche Macht haben.
Kein Mensch darf andere Menschen einteilen in wertvoll und nicht wertvoll.
Es ist gut, dass es Menschen gibt, die sich auskennen, die über die Geschichte erzählen können.
Bleierne Müdigkeit und Kälte
Die Menschen wurden ermordet.
Die Mörder konnten weiterleben.
Manchen Mördern geschah nichts.
Vielen Menschen, die mitgeholfen haben, geschah nichts.
Sie durften weiterarbeiten, als wäre nichts geschehen.
Das schreckliche Denken, das Einteilen der Menschen hat nie ganz aufgehört.
Noch heute können wir das spüren.
Erinnerung
Erinnerung ist das Vergangene bewahren.
Durch Erinnerung bleiben Menschen, bleiben wir lebendig.
Wenn meine Worte richtig viel Gewicht hätten:
Alle Menschen haben das gleiche Recht auf Leben.
Niemand darf jemand anderen ausnutzen.
Niemand darf eine andere Person unterdrücken.
Niemand darf einer anderen Person weh tun.
Alle Menschen müssen zusammenhalten.
Alle Menschen müssen das Leben schützen.
Niemand darf mehr die Natur zerstören.
Wir sind alle Lebewesen auf diesem Planeten und müssen ihn schützen.
Was haben wir gesehen?
Wir sind in Hall in Tirol: Silberne Klötze mit Namen von umgekommenen Leuten.
Krankenhaus violett, gelb, verschiedene Stationen.
Nationalsozialismus, Scheißbegriff, “Euthanasie Sterbehilfe”.
Unnötige Hilfe, weil Menschen gesund sind.
Taschengeld bei Arbeit.
Korb schön aufgefüllt nach Entlassung.
Menschen mit Behinderung sind „Geldverschwendung“.
Schloss Hartheim: Todesanstalt, Transport dorthin.
Scheinbegriff: Euthanasie
Mit diesem Wort hat man alle Leute veräppelt, deren Söhne und Töchter und andere Angehörige umgebracht worden sind.
Ärzte und Pflegerinnen haben für die Patienten entschieden, wer leben darf und wer nicht.
Niemand soll erfahren, was hier passierte.
Man sagte, sie seien an einer Krankheit gestorben, man könne sich die Urnen holen, es war fremde Asche.
Gut, dass alles ans Tageslicht gekommen ist, gut, dass es Gedenkjahre gibt.
Erinnerung
Erinnerung kann positiv und negativ sein.
Schöne Erinnerungen kann man immer aufblitzen lassen, unangenehme muss man manchmal auch durchkauen.
Gedenkstätte:
Erinnerung, damit sich solches, damit sich schlechtes nicht wiederholt.
Wenn ich viel Macht hätte
würde ich viele Schulen bauen, in der lernschwache Leute gefördert werden.
Alles barrierefrei machen!
Autofahrer, die Rollstuhlfahrer auf der Straße anfahren wollen, eine Million Strafe zahlen lassen.
Alle Leute haben es gleich eilig, nicht nur Autofahrer!
Öffis, überall mehr Fahrradtaxis, viele Radwege insbesondere auf dem Land.
Viele Klapprad-Geschäfte, Fahrrad-Mitnehmen in Bus und Bahn ermöglichen!
Mit dem Rad zur Arbeit auch auf dem Land!
Schienenstraßenbusse könnten nach überall gehen.
Europaweites Klimaticket!
Nur mehr Altspeiseöl-Busse und flüssig Abgas-Busse!
Gedanken zur Gedenkstätte Hall
Gedenkstätte
Lebensgeschichten
Krankenhausgeschichte
Man hat uns belogen, weil man glaubte, dass Lügen es besser machen würde.
Aber wie man sieht, war es umsonst.
Solche Deppen!
Erinnerung
Erinnern ist für mich, wenn man etwas vergisst oder wenn ich etwas vergesse oder vergessen habe und man mich erinnert.
Wenn ich viel Macht hätte,
hätte ich Hitler das angetan,
was er anderen angetan hat.
Macht ist kein Spielzeug!
Gedanken zur Gedenkstätte Hall
Das Gefühl, dass man dieses wichtige Thema nicht vergisst, weil es keine schöne Zeit war.
Es ist sehr wichtig, dass man durch solche Gedenkstätten daran erinnert wird.
Das Gefühl war sehr bedrückend, aber gleichzeitig auch sehr schön, bei diesem Projekt mitgemacht zu haben.
Und ich bin froh, dass es jetzt für Menschen mit Behinderung nicht mehr so ist.
Und dass Menschen, die in der heutigen Zeit leben, auch das Recht haben, zu leben.
Froh sein
Ich bin froh, dass jetzt Menschen mit Behinderungen akzeptiert werden und das Recht haben, eine normale Arbeit zu finden.
Und dass Menschen die Möglichkeit haben, mit Hilfsmitteln ein normales Leben zu führen.
Und dass Menschen, wenn sie das wollen, eine normale Arbeit finden können.
Ich bin froh, dass ich im Jetzt lebe und dass ich jetzt das Recht habe, das zu machen, was mir Spaß macht.
Und dass ich jetzt die Möglichkeit habe, eine Arbeit zu machen, die mir Spaß macht.
Erinnerung
Ich erinnere mich gerne, aber auch nicht gerne an die Arbeitsgruppe, weil ich da Dinge gehört habe, die mich schockiert haben.
Aber andererseits möchte ich mich sehr gerne daran erinnern, was ich bei dieser Arbeitsgruppe gelernt habe und dass ich jetzt so viel über das Thema weiß.
Es gibt über diese Arbeitsgruppe aber auch negative Erinnerungen, wenn ich an die Lebensgeschichten zurückdenke, weil die waren sehr bedrückend.
Wenn ich Macht hätte,
ich würde dafür sorgen, dass wir keine Sonderschulen mehr haben.
Und ich würde dafür sorgen, dass jeder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung, die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt hat.
Gedanken zur Gedenkstätte Hall
Die Nazis haben die Leute umgebracht, weil sie nicht nachgedacht haben, dass diese Leute auch eine Lebensberechtigung haben.
Die Nazis waren Idioten.
Sie haben gedacht, dass einige nicht hierher gehören, aber es gehören alle hierher auf die Welt.
Wenn ich so etwas höre, fühle ich mich nicht gut.
Ich werde wütend.
Idiot
Der größte Idiot war Adolf Hitler.
Eine Zeit lang hatte ich sogar vor dem Namen Angst.
Angst, dass er aufersteht und mir weh tut.
Das geht zum Glück nicht.
Erinnerung
Man kann sich nur an Dinge erinnern, die man selber erlebt hat.
Es ist gut, wenn man die Erinnerung aufschreibt oder bespricht. Aber manche Erinnerungen darf man auch im Herzen behalten, wenn man nicht darüber reden will.
Es ist sehr, sehr wichtig, dass man sich erinnert, was die Nazis getan haben, weil es ein Teil der österreichischen Geschichte ist und weil dabei viele Menschen ihr Leben verloren haben.
Macht
Wenn ich richtig viel Macht hätte, dann würde ich meiner Mama ein Schloss bauen und meiner Schwester auch.
Ich würde alles verändern.
Zum Beispiel, dass es eine eigene Elias-Währung gibt.
Außerdem würde ich die illegale Sklaverei bekämpfen.
Texte von der Schreib-Werkstatt im Landesmusem Kärnten zur Aus-Stellung „Hinschaun! Poglejmo“ (21.10.2025)
Hier kann man Texte aus unserer Schreib-Werkstatt zur Aus-Stellung „Hinschaun! Poglejmo“ im Landesmuseum Kärnten sehen.
Die Schreib-Werkstatt fand am 21.10.2025 statt.
Die Aus-Stellung zeigt, was in Kärnten (und in der Region) in der Zeit des National-Sozialismus (ca. 1938-1945) passiert ist.
Die Texte aus unserer Schreib-Werkstatt in der Aus-Stellung sind sehr eindrucksvoll.
Sie erinnern an Verfolgung.
Sie machen traurig, stellen Fragen – und geben auch Hoffnung.
Erinnerung ist ein starkes Gefühl. Sie kann schön oder auch nicht schön sein. Nicht schöne Erinnerungen sind zweifelsohne Erinnerungen an die Zeit des Krieges. Auch wenn ich sie nicht erlebte, so weiß man doch, was damals passierte, durch Schulwissen, durch Familiengespräche usw. Man weiß, dass Adolf Hitler existierte, der ein Verbrechen beging und großes Leid anrichtete, das so niemals mehr passieren darf.
Es ist gedanklich nicht greifbar, was damals geschah und wie viele Menschen umgebracht wurden, nur
• weil sie anders waren.
• weil sie nicht ganz gesund waren.
• weil sie sich dem Gedankengut „des Führers“ widersetzten
• weil sie zuviel Besitz hatten
Niemals mehr darf diese Zeit kommen.
Niemals mehr darf diskrimiert werden.
Niemals mehr dürfen behinderte Personen einfach umgebracht werden.
Bei keiner Person, darf das Gedankengut des Adolf Hitler durchgreifen.
Wir alle sollten das nicht vergessen
Texte von der Schreib-Werkstatt am Lern- und Gedenk-Ort Schloss Hartheim (15.04.2025)
Hier kann man Texte aus unserer Schreib-Werkstatt am Lern- und Gedenk-Ort Hartheim lesen.
Die Schreib-Werkstatt fand vergangenen April statt.
Die Texte machen die Stimmen der Teil-Nehmenden hörbar und setzen ein Zeichen für Erinnerung und literarische Vielfalt.
Schloss Hartheim ist ein Gedenk-Ort.
Dort wurden in der Zeit des National-Sozialismus viele Menschen mit Behinderung ermordet.
Schreib-Werkstätten verbinden kreatives Schreiben mit inklusiver Erinnerungs-Kultur.
Eine inklusive Erinnerungs-Kultur sorgt dafür, dass möglichst viele Menschen mit ihren Geschichten sichtbar werden.
Die Gesellschaft entscheidet dann gemeinsam, wie an die Vergangenheit erinnert wird.
In unseren Schreib-Werksttätten vertiefen die Teil-Nehmenden ihre literarischen Fähigkeiten, während sie sich mit der NS‑Verfolgung von Menschen mit Behinderungen beschäftigen.
Am 15.04.2025 haben wir uns mit der Gedenk-Stätte Hartheim beschäftigt und dann darüber Texte geschrieben.
In der Gedenk-Stätte kann man viel über die schreckliche Geschichte des Ortes lernen.
Das kann viele Emotionen auslösen.
In einem Sensibilisierungs-Workshop, der vom Verein GEDENKDIENST am Vortag durchgeführt wurde, wurden die Teilnehmer:innen auf den Besuch vorbereitet.
Ein sehr ernstes, trauriges, aber wichtiges Thema wurde hier behandelt.
Nach den Führungen durch das Haus und die Ausstellungen haben wir uns getrennt in eine Gesprächs-Gruppe und eine Schreib-Werkstatt.
Es war bedrückend, spannend aber auch sehr positiv.
Weil mit unseren Texten arbeiten wir auf und mahnen.
Text zu dem, was wir heute an diesem Tag erfahren haben
Als ich hörte, dass Abertausende von Menschen hier ermordet worden sind, bekam ich es richtig mit der Angst zu tun und in mir stieg eine unbändige, gleisende, dunkle Wut auf.
Ich empfinde einen derartigen Hass gegenüber diesen Menschen, die an diesen Massenmorden beteiligt waren, dass mir davon ganz schlecht wird.
Mir stiegen Tränen in die Augen.
Tränen des Hasses.
Tränen der Furcht und Tränen um derer, die hier so unmenschlich behandelt und dann hier ermordet worden sind.
Ich fühle mich …
Ich fühle mich ruhelos.
Ich fühle mich rastlos.
Ich fühle mich zerrüttet.
Ich fühle mich ausgeliefert.
Ich fühle mich den Tränen nahe und auch ein bisschen, ein kleines bisschen stark.
Ich fühle mich wie betäubt.
Ich fühle mich schutzlos wie ein Neugeborenes.
Gleißende Wut
Geißende Wut ist farblos, geruchlos, geräuschlos und doch extrem stark.
Gleißende Wut ist brutal, zerstörerisch und kann auch schrecklich wehtun.
Gleißenende Wut kann einen bärenstark machen.
Gleißende Wut kann Bände der Freundschaft zerschneiden.
Erinnerungen
Erinnerungen sind wichtig und doch kann ich mich kaum erinnern. Erinnerungen bedeuten, man freut sich oder ist betäubt vor Schmerz, Wut oder Trauer.
Wir müssen uns an die NS-Verbrechen erinnern, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.
Doch hilft das?
Gedanken zu Schloss Hartheim
Die ersten Gedanken von Schloss Hartheim sind, bekümmert zu sein und niedergeschlagen.
Wie kann ein Ort für die Allgemeinheit geöffnet werden?
Am Ende aber für diese Gräueltaten des NS-Regimes gefürchtet.
Es ist beschämend, als Mensch mit gebrochenem Herzen.
Es ist immer neu, wenn man in eines der vielen Konzentrationslager reingeht.
Diese Gänsehaut und die Haare, die zu Berge stehen.
Man muss sowas bearbeiten, weil es einen mitnimmt, jemanden wirklich betrübt.
Man sollte, wie der Mahatma Gandhi mal gesagt hat, wenn wir wahren Frieden in der Welt erreichen wollen, mit der Bildung der Kinder beginnen.
Bildung
Die Bildung von Kindern ist entscheidend für die Zukunft einer Gesellschaft. Sie legt den Grundstein für persönliche Entwicklung, soziale Verantwortung und wirtschaftlichen Fortschritt.
Kinder, die Zugang zu guter Bildung haben, erhalten die Chance, ihr Potenzial zu entfalten.
Gleichzeitig lernen sie, respektvoll und verantwortungsbewusst miteinander umzugehen.
Deswegen ist dieses Potenzial wichtig, um an ihrer Persönlichkeit zu arbeiten und in ihre Bildung zu investieren und sie langfristig zu fördern.
Wie fühle ich mich jetzt?
Es ist nicht in Worte zu fassen, der Hass, den ich gerade fühle, tut mich überwältigen, und dennoch habe ich die Hoffnung, dass alles in der Zukunft im Guten enden wird.
Eines Tages, da bin ich mir auch sicher, wird die Menschheit vereint sein.
Erinnerung
Man sollte sich an die Gräueltaten der NS-Zeit erinnern, um die Opfer zu ehren und ihr Leid nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Die Erinnerung hilft, die Mechanismen von Hass, Ausgrenzung und Gewalt zu entdecken, damit sich solche Verbrechen nicht wiederholen. Sie stärkt das Bewusstsein für Demokratie, Menschenrechte und die Bedeutung von Toleranz.
Durch das Lernen aus der Vergangenheit können junge Generationen verantwortungsvoll mit Geschichte umgehen.
Das Gedenken ist eine Mahnung, wachsam zu bleiben – gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Extremismus.
Gedanken zu Schloss Hartheim
Berührtheit, Innehalten, Nachdenken, Unternehmung gegen das Vertuschen, Hineinfühlen in die Angst von anderen Personen, Mitleid, Anteilnehmen an einer schweren Zeit, Bedürfnis nach Inklusion für alle, Begriff der Unbrauchbarkeit abgeschafft.
Krankheit: selbstverschuldet oder Schicksal (gesunde Ernährung, Bewegung)
Leben und Tod, wie weit geht die Bedeutung?
Zwangsjacke: nötig oder überflüssig?
Hineinfühlen
Hineinfühlen in die Angst der Menschen treibt sie eventuell dazu, zu tun, wovon sie nicht überzeugt sind.
So auch alle, die so böse waren, die in Hartheim mitgemacht haben. Sicher gab es Angst vor Konsequenzen, und bevor man in die Gaskammer gebracht wird, dann macht man bei vielen Dingen mit.
Wie geht es mir jetzt?
Wie geht es mir jetzt heute? Heute sind viele Eindrücke auf uns zugekommen.
Auf alle Fälle und alle miteinander berührt.
Durch so viel Ungerechtigkeit, die in Hartheim passiert ist: Fremdbestimmtheit, Misshandlung, Machtgefüge gemacht von Menschen, die vielleicht gar nicht böse sein wollen.
Mut von einzelnen Menschen.
Auflehnung gegen das Verbrechen, aber mit Nachsicht.
Erinnerung
Erinnern = Abspeichern (wie beim Computer eine Word-Datei abgespeichert wird)
Erinnerung hilft, den Menschen zu einem besseren zu erziehen.
Wissen kann man vermitteln, z. B. in Hartheim erkennen, dass Macht gefährlich ist.
Macht und Angst.
Man nimmt jemandem anderen die Selbstbestimmtheit weg, vielleicht denkt man an Geld.
Menschen verlieren ihre Rechte.
Haben Menschen wegen des Geldes mitgemacht?
Vielleicht schon.
Oder weil sie zu vorsichtig waren? Schon möglich.
Die, die nicht überzeugt waren, haben sehr oft versucht, mutig zu sein.
Ich mache nicht mit.
Möglich war es auch, dass es einige gesagt haben.
Gefährlich war es aber im Wirtshaus, das herauszuposaunen und über den Staat zu schimpfen.
Gedanken zu Schloss Hartheim
Die Blüten in Hartheim wissen nichts über die Unterkunft, die der Tod im alten Schloss gefunden hat.
Die Bäume erblühen und der Löwenzahn sprießt Jahr für Jahr, so ironisch und gleichgültig und schön, wie es nur die Natur vollbringen kann.
Sie alle haben ihre Wurzeln in ungerechter Asche.
Aber sie sind zu jung, um diese Tatsache zu bejammern.
Die Bäume, die die düstere Geschichte bezeugt haben, wiegen ihre Äste beinahe stumm im Wind.
Auch sie recken ihre Häupter Jahr für Jahr weiter der Sonne hin, aber sie tun es gemächlich und innehaltend.
Denn sie verstehen, was ihre Wurzeln nährt.
Ein Wort – UNGERECHT
Ein Konzept, das sich die Menschheit selbst geschenkt hat.
Recht, Unrecht und Wert.
Das Überleben des Besseren.
Richter und Vollstrecker.
Hass, Angst und Gnade.
Leben, von Gott gegeben.
Macht, vom Menschen erfunden.
Und dann die Bestrafung der eigenen Menschlichkeit.
Was ich gerade fühle
Ich greife mit beiden Händen in mich und schöpfe Leere.
Zwei Hände schweres Nichts.
Zu groß ist der Ekel, zu verschwommen das Gesicht der Fassungslosigkeit.
Ich gleite mir selbst durch die Finger und der Tropfen, der ins Dunkel meiner Gefühle fällt, ist stumm.
Stumm, wie die Worte, die ich nicht finde.
Stumm, wie das, was ich nur Trauer zu nennen weiß.
Erinnern
Die Großmutter spielte als Mädchen in den Trümmern eines Krieges, an den sich die Erwachsenen nicht erinnern wollten.
Zu frisch war das Grauen, zu frisch das Leben der neuen Generation. Später hat die Großmutter gelernt, worüber niemand sprechen wollte. Sie hat gelernt, warum niemand darüber sprechen wollte.
Darum hat die Großmutter gelernt, mit ihren Kindern darüber zu sprechen.
Die Erinnerungen an eine Zeit vor ihr zu teilen.
Damit die Erinnerungen nicht noch einmal zur Realität werden.
Die Geschichte von Schloss Hartheim
Schloss Hartheim wurde geführt von den Barmherzigen Schwestern vom 19. Jahrhundert bis 1938 und wurde beim Einmarsch der Nationalsozialisten zur Tötungsstation umgewandelt.
Ausgesucht wurden die Opfer nach einer strengen Liste.
Je nach Geschlecht und Grad der Behinderung.
Die Asche wurde zu allen Angehörigen nach Hause geschickt.
2 Leute wurden hingerichtet, weil sie sich aufgelehnt haben, gegen das Regime.
Zahngold wurde entnommen und verkauft, bis 1944 die Tötung im Rahmen der T4-Kategorie weiterging.
Zwischendurch wurde sie eingestellt, bis sie beendet wurde.
Schloss Hartheim ist heute ein Museum und Mahnbeispiel für eine grausame Schreckensdiktatur.
Und sollte niemals in Vergessenheit geraten als Ort des Geschehens, als Erinnerungs-Mahnort der Grausamkeit.
Nach dem Krieg wurde es zur Gedenkstätte erklärt, um zu zeigen, was gezielte Tötung und Massenvernichtung alles anrichten, wenn sie verschwiegen und ausgeblendet werden.
Deshalb ist eines wichtig: niemals über das Geschehene schweigen, sondern reden.
Meine Gefühle sind erschüttert und fassungslos entsetzt. Es bleibt zu hoffen, dass so etwas nie mehr passiert und geschieht und sich nie wiederholt.
Angst, Zorn, Wut, Erleichterung, Schmerz, Hoffnung, Zukunft, Angst vor Wiederholung, Rassismus, Unterdrückung, Systemfehler, Vertuschung, Mord, Lüge, Familie, Kampf, Unbrauchbar, Brauchbar, Entscheidung, Gewalt, trostlos, Alptraum, Trauma, Hoffnungslosigkeit, Widerstand, Bus des Todes, Kälte, Schizophrenie, Fehldiagnose?, Asche, Geschirr, Kette, Trauer, Gedenktafeln, Namensliste, Katastrophe, Verzweiflung, Tod, Rauch, Verwirrung,
Asche und Tod
Angst vor dem Tod
Asche meiner selbst
Braucht man den Tod?
Braucht man Asche?
Tod begleitet uns ständig und wartet, bis er zuschlagen kann.
Wenn man stirbt, wird man beerdigt oder verbrannt.
Nur noch Asche bleibt übrig. Nur der Phönix erhebt sich stolz aus der Asche und kommt immer wieder zurück. Asche ist, was nach einem Feuer überbleibt. Asche wird vielseitig genutzt. Asche verbinde ich mit Feuer. Feuer mit Zerstörung und Zerstörung mit Tod. Feuer und Tod haben beide auch eine schöne Seite. Feuer spendet Licht, Wärme und als Kerzenflamme Trost.
Der Tod ist eine Erlösung von den Strapazen des Lebens und ewige Ruhe. Mir gefällt auch die bildliche Darstellung vom Tod und Todesengel. Tod und Feuer sind für mich ein schöner Bestandteil von Kunst. Asche kann man auch für Kunstwerke verwenden. Asche kann sich im Wind verteilen. Viele verstreuen die Asche ihrer Toten im Wind. Damit fühlt es sich an, als wäre man für immer frei.
Asche im Wind
verteilt sich geschwind.
Mauer
Die Mauer zerfällt zu Staub.
Blut rinnt hinab.
Zorn legt sich wie ein Schatten über die kläglichen Überreste der Mauer und lässt den eingesperrten Schmerz für einen Moment frei.
Kälte zieht sich durch meinen Körper.
Ein eisiger Hauch.
Eine Träne tropft zu Boden.
Für einen Moment war ich an dem Ort des Schreckens und konnte nur einen winzigen Bruchteil spüren.
Die Ungerechtigkeit, dieses unvollkommene, falsche Wertesystem der Gesellschaft.
Die lang erkämpften Rechte.
Freiheit ist nicht selbstverständlich.
Jeder will leben, aber man lässt es nicht zu.
Ich habe nicht weggesehen, aber eine Mauer errichtet, um nicht an dem Schmerz zu zerbrechen und um den Selbsthass auszusperren.
Ich will nicht so einer grausamen Spezies angehören.
Langsam baut sich die Mauer wieder auf.
Bestehend aus Freude, Hoffnung und Mut.
Ich kann nicht ändern, was woanders geschieht.
Ich kann nur hoffen, es besser zu machen und meine Botschaft weiter zu verbreiten.
Mit der freundlichen Unterstützung von: BMWKSM, BMASGPK, Zukunftsfonds, Nationalfonds der Republik Österreich, Bezirk Penzing, Land Tirol, Land Niederösterreich, Land Steiermark.
