Franz Schwager
Franz Schwager wurde am 20. November 1989 in Wien
geboren.
Als er neun Jahre alt war, wurde er wegen Epilepsie
operiert. Seit der Operation im Jahr 1999 hat er keine
Anfälle mehr.
Franz ging in verschiedene Schulen in Hinterbrühl,
Wien und Schwechat. Nach der Schule machte er eine
Ausbildung bei der Caritas in Maria Lanzendorf. Seit
2012 arbeitet er im Verkauf bei Jugend am Werk in Wien.
In seiner Freizeit spielt Franz Ziehharmonika, fährt
Rad und trifft sich gerne mit Freunden. Zu Hause hilft er
gerne im Haushalt mit.
Suchbegriffe:
- Niederösterreich
- Lebensbericht
- Selbständigkeit
- Verantwortung
- Musik
- Familie
- Liebe
Texte:
Ein Stück meines Lebens (Ehrenliste 2026)
Mein Name ist Franz Schwager. Ich bin 35 Jahre alt und lebe in Niederösterreich, in der Stadt Schwechat. Mit 25 Jahren habe ich beschlossen, auf eigenen Beinen zu stehen. Der Schritt, von zu Hause auszuziehen, war für mich nicht nur ein Aufbruch in ein neues Leben, sondern auch ein Versprechen an mich selbst: Verantwortung zu übernehmen, meinen eigenen Alltag zu gestalten und meinen eigenen Rhythmus zu finden. Seit nunmehr zehn Jahren lebe ich allein, und diese Zeit hat mich geprägt. Ich habe gelernt, was es heißt, für sich selbst einzustehen, Entscheidungen zu treffen und die kleinen wie die großen Dinge des Lebens selbst in die Hand zu nehmen.
Alleine zu leben, bedeutet für mich nicht, einsam zu sein. Im Gegenteil – es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich selbst kennenzulernen. Ich habe gelernt, meine eigenen Stärken zu erkennen und mit meinen Schwächen ehrlich umzugehen. Ich habe entdeckt, was mir Freude schenkt, was mir Kraft gibt und welche Werte mir im Leben wirklich wichtig sind. Doch so wertvoll diese Jahre der Selbstständigkeit auch waren – die Sehnsucht nach einer Gefährtin ist geblieben. Ich wünsche mir eine Partnerin, mit der ich die vielen Facetten des Lebens teilen kann: das Lachen, die Ruhe, die Abenteuer, die stillen Abende und die großen Träume.
Musik ist seit vielen Jahren meine treue Begleiterin. Ich spiele Akkordeon, und wenn ich die Tasten berühre, scheint die Welt für einen Moment stillzustehen. Musik ist für mich wie ein zweites Herz, das in einem eigenen Takt schlägt. Sie schenkt mir Ausdruck, wenn Worte nicht ausreichen, und sie öffnet Türen zu Stimmungen, Erinnerungen und Gefühlen, die tief in mir verborgen liegen. Wenn ich spiele, fühle ich mich verbunden – mit mir selbst, mit der Welt, manchmal auch mit Menschen, die zuhören. Musik ist für mich Freude, Freiheit und ein Anker zugleich.
Doch mein Leben besteht nicht nur aus Musik. Ich liebe es, in Bewegung zu sein– sei es mit dem Fahrrad durch Felder, Wälder und kleine Dörfer, oder einfach entlang von Straßen, die ich schon hundertmal gefahren bin und doch jedes Mal neu entdecke.
Radfahren ist für mich Freiheit: der Wind im Gesicht, die Sonne auf der Haut, das Gefühl, dass jeder Tritt in die Pedale mich ein Stück weiterträgt, nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich. Manchmal denke ich mir, das Leben ist wie eine Fahrradtour – man strampelt, man schwitzt, manchmal geht es bergauf, manchmal leicht bergab, und immer wieder hat man das Gefühl, dass es sich lohnt, weiterzufahren.
Auch Ruhe hat ihren Platz in meinem Leben. Stunden in der Therme sind für mich Momente des Innehaltens. Dort kann ich loslassen, entspannen und neue Kraft sammeln. Das warme Wasser, die Stille, die Möglichkeit, den Alltag für eine Weile hinter mir zu lassen – all das ist für mich wertvoll. Ich würde mich selbst als unternehmungslustigen Menschen beschreiben, der gerne Neues ausprobiert, aber auch die Kunst schätzt, innezuhalten.
Ein besonderer Schatz in meinem Leben ist meine Familie – allen voran mein Neffe Amaru. Seit 2018 bin ich stolzer Onkel, und er bedeutet mir unendlich viel. Onkel zu sein hat mich verändert. In seiner Nähe fühle ich eine Leichtigkeit, die nur Kinder schenken können. Amaru zeigt mir mit seiner Offenheit und seinem Lachen, dass das Leben nicht kompliziert sein muss, sondern voller Freude und Neugier sein kann. Ich möchte für ihn ein Vorbild sein, jemand, auf den er sich verlassen kann. Ich bin immer für ihn da, sei es für kleine Abenteuer, ein Gespräch oder einfach dafür, gemeinsam Zeit zu verbringen. Onkel zu sein ist für mich nicht nur ein Titel – es ist eine Aufgabe, die ich mit Liebe und Stolz erfülle.
Natürlich gehört auch meine Krankheit, die Epilepsie, zu meinem Leben. Für viele klingt dieses Wort schwer oder bedrohlich, doch für mich ist es ein Teil von mir, nicht mein ganzes Sein. Es gibt Tage, an denen ich kaum daran denke, und es gibt Momente, in denen ich spüre, dass ich Rückhalt brauche. Wichtig ist für mich vor allem, dass meine Mutter weiß, wo ich bin, falls ein Notfall eintritt. In solchen Situationen ist sie für mich da, holt mich ab, gibt mir Sicherheit. Ich spreche offen darüber, weil ich Ehrlichkeit für unverzichtbar halte. Ich möchte nicht, dass meine Krankheit verschwiegen oder versteckt wird. Sie ist da, aber sie bestimmt mich nicht. Ich bin mehr als diese Diagnose – ich bin ein Mensch mit Hoffnungen, mit Träumen, mit Humor, mit Leidenschaft für Musik und mit dem tiefen Wunsch nach Liebe.
Dieser Wunsch begleitet mich seit vielen Jahren. Ich sehne mich nach einer Partnerin, die treu ist, die aufrichtig ist, die mit mir lachen und mit mir träumen kann. Treue ist mir besonders wichtig – nicht als Wort, sondern als gelebter Wert. Ich selbst bin treu, zuverlässig und verlässlich, und ich wünsche mir genau diese Eigenschaften auch bei meiner zukünftigen Partnerin. Ich suche keine Perfektion, ich suche Echtheit. Ich suche jemanden, der das Leben mit mir teilen möchte – mit allem, was dazugehört.
Für mich bedeutet Liebe, in hellen und in dunklen Zeiten zueinander zu stehen. Liebe ist für mich nicht nur Romantik, sondern auch Freundschaft, Vertrauen und die Fähigkeit, füreinander da zu sein. Ich träume von einer Frau, mit der ich nicht nur schöne Erlebnisse teilen kann – ein Konzert, eine Fahrradtour, einen Tag in der Therme –, sondern auch die alltäglichen Momente, die oft die wertvollsten sind. Eine Frau, mit der ich lachen kann, bis uns die Tränen kommen, aber auch schweigen kann, ohne dass es unangenehm ist. Vielleicht ist es genau diese Mischung, die mich ausmacht: Lebenslust, Offenheit, Ehrlichkeit, Familienverbundenheit und die Fähigkeit, trotz Herausforderungen nach vorne zu blicken. Ich möchte nicht länger allein durchs Leben gehen. Ich möchte meinen Weg teilen, mit einer Frau, die meine Welt heller, wärmer und reicher macht – und deren Welt ich ebenso bereichern darf. Denn ich glaube daran, dass wir Menschen nicht dafür gemacht sind, alles alleine zu tragen. Wir sind dafür gemacht, einander zu stützen, Freude zu teilen und uns gegenseitig Hoffnung zu geben. Mein Leben hat viele Facetten – Musik, Bewegung, Familie, Selbstständigkeit und Offenheit. Doch die schönste Facette fehlt mir noch: die Liebe zu einer Partnerin, die mich sieht, so wie ich bin, und die ich genauso sehen darf.